Wenigstens keine kriselnden Wertungen
Die Frage “Was ist eigentlich genau Disaster: Day of Crisis” schwirrt in unseren Köpfen herum und die letztgültige, alle Unklarheiten beseitigende Antwort wird wohl erst im näheren Rahmen des Veröffentlichungstages pflückbereit auftauchen. Doch bis dahin können wir uns im Geröll von Überhand nehmenden Mutmaßungen herumtummeln, mit der nach Aufklärung dürstenden Frage, ob das Spiel denn mehr biete als aufeinanderfolgende Minispiele, die uns die ganze Bandbreite des Wii-Bewegungsrepertoires abverlangen.
Der Protagonist im Spiel hetzt von einer Notlage zur nächsten, rettet im Vorbeigehen einigen hilfesuchenden Menschen das Leben, flüchtet vor himmelstürmenden Monsterwellen und bei dem Fluchtversuch vor einstürzenden Brückenpfeilern mit einem fahrbahren Untersatz gibt er via Handy wahrscheinlich einem notleidenden Freund gerade noch im Handumdrehen die Anleitung durch, wie man denn die in den Flughäfen alarmbereit postierten Defribrillatoren regelkonform benutzt. Ein wahres Mulitalent des Krisenmanagements. Doch ich scheife unentschuldbar ab.
Anscheinend haftet dem Spiel doch mehr Substanz an, als man aufgrund der Videodokumentationen annehmen durfte. Denn das japanische Magazin Famitsu, das sich durch sein spezielles Wertungssystem und die oftmals vorherrschende Topaktualität auszeichnet, konnte dem Action-Spektakel anscheinend allerlei abgewinnen. Denn die Zeitschrift spendierte dem Spiel eine Wertung von 34 von 40 Punkten. Wie ihr wahrscheinlich wisst setzt sich die Wertung aus Punktvergaben (1-10) von jeweils vier Redakteuren zusammen (was dann eine Aufteilung von 8 / 8 / 9 / 9 ergibt). Schade nur dass wir den Helden nicht engagieren können, damit er uns vor der unbarmherzig tosend heranrollenden Lawine an hochgerüsteten Wii-Spielen schützt.
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