Denkanstoß: CoD4 als art-house Film?
5. Juli, 2008 von KlausBei Gamasutra bin ich über einen sehr interessanten und scharf gewürzten Artikel gestolpert, der einen ins Grübeln versetzt. Die Frage kursiert hier im Raum, ob die derzeit als Blockbuster geltenden Spiele bald in ein Nischendasein abrutschen könnten, das sich von wenigen Hardcore-Spielern ernährt. Werden wir in Zukunft eine Verlagerung, oder besser, einen Definitionsumschwung erleben, der im Vergleich zur Film-Industrie in eine komplett andere Richtung dahin fließen wird?
Die “Spiele-Plakate” der Zukunft?
Derzeit ist es so, im Film-Jargon gesprochen, dass Spiele wie Call of Duty als massentaugliche Hollywood-Blockbuster herhalten, während sich kleine unbeachtete Perlen wie ICO als Art-Hous Filme klassifizieren lassen. Nun könnte das Interesse an groß aufgebauschten und aufgeplusterten Werken schwinden, weil sich die Verkaufszahlen einer auf Gelegenheitsspieler abzielenden Casual-Game-Hydra exorbitant in die Höhe schwingen.
Ungeachtet der Inhalte, könnte sich also eine gewisse Verlagerung durch die Industrie schlängeln, die sich dadurch Ausdruck verleiht, dass Erzeugnisse wie z.B. Call of Duty 4 von Hollywood-Blockbustern á la Carnival Games an den Rand gedrängt werden könnten. Eine realistische Einschätzung? Droht uns das Ende Single-Player basierter Machwerke oder ist der Markt für ernsthafte Spieler schon auf eine Anteil geschrumpft, der von WiiSports & Co. flächendeckend überlagert wird?
Die interessante Frage, die hier mitschwingt, entspringt der Eigenart, dass sich Videospiele damit in eine Seitengasse manövrieren könnten, die sich abseits der gängigen Konventionen anderer Medien verorten lässt.



