Mein Wortschatz Coach Review / Test
29. Mai, 2008 von Sebastian
Jeder, der eine Konsole sein eigen nennt, besitzt sie in erster Linie zum Spielen. Als Dr. Kawashima´s Gehirn Training vor wenigen Jahren für den DS erschien, schwappte eine regelrecht große Welle an identischen Titeln auf die einschlägigen Konsolen. Neben Augentraining, Mathetraining und allerlei Sprachprogrammen, gibt es unzählig viele “Gehirnaufpepp Varianten”. Eine andere Schiene schlägt Ubisoft mit Mein Wortschatz Coach ein. Mit dem Spiel bzw. Programm sollen die Spieler ihr Ausdrucksvermögen verbessern und neue Wörter dazu lernen können, die auf spielerische Art und Weise vermittelt werden.

In der heutigen Sprache kommen Wörter vor, die man im alltäglichen Sprachgebrauch nicht oft zu Gesicht bekommt. Bei Konversationen mit den unterschiedlichsten Menschen, die Fremdwörter benutzen, kommt dann dabei nichts herum. Besonders bei Bewerbungsgesprächen und Meetings sollte man stets ein Repoitere an mehreren Fremdwörtern besitzen. Was wäre denn ein Moderator ohne einen großen Wortschatz? Nichts!
Ubisoft nimmt sich dieser Problematik an und ermöglicht mit Mein Wortschatz Coach die richtigen Wörter im Alltag zu finden. Das Spiel bietet insgesamt 4 Worttrainer bzw. “Lehrer”, die unterschiedlicher nicht mehr hätten sein können. Da gibt es den schlauen Doktor Erasmus Eisenstein, die attraktive Veronika Winradt-Sperling, den coolen Professor Amadeus Kagali und die 12-jährige Helena. Egal für wen man sich entscheidet, letztendlich ist es nur eine Charakterfrage, die keinen Einfluss auf das Spielgeschehen hat.
Lasst uns eruieren, wie es weiter geht!
Bevor man sich zunächst ein Profil anlegen kann, wird man bei “Fehlender Buchstabe” getestet. In dem Minispiel muss man ein Wort vervollständigen, indem man den fehlenden Buchstaben mit einer Spraydose bzw. der Wiimote auf den Bildschirm zeichnet. Das Programm erkennt den Buchstaben mit Hilfe der eigenen Handschriftenerkennung selbst bei kryptischen Zeichen nahezu perfekt. Hat man sich verschrieben, löscht man den Buchstaben mit dem Schütteln der Wiimote. Taucht also etwa das Wort WOR*SCHATZ auf, denkt man kurz nach und setzt den fehlenden Buchstaben ein. Am Ende dieser Übung wird ein Punktestand angezeigt, der sich aus der benötigten Zeit und den richtigen Antworten zusammensetzt. Nachfolgend zeigt das Programm die im Spiel aufgetretenen Wörter, so dass man sich die Erklärungen dazu anschauen kann.

Hat man das Minispiel geschafft, geht es weiter zu “Geteilte Meinung”. Dort werden in der Mitte Wörter angezeigt, die man den richtigen Definitionen zuordnen muss. Der Bildschirm ist dabei so aufgeteilt, dass die Definitionen außerhalb des Bildschirmes in einer Garderobe links und rechts stehen, so dass sie nicht einsehbar sind. Eine sehr interessante Steuerung kommt hierbei zum Zug. Um an die Definitionen zu gelangen, neigt man die Wiimote nach links oder nach recht, um den Bildschirm bzw. die in der Garderobe hängenden Kleidungsstücke in die gewünschte Richtung zu bewegen. Diese Aufgabe ist besonders verrückt, da eine Uhr mitläuft, die dem Spieler richtig Druck macht. Damit trainiert man die richtige Bedeutung und Zuordnung der Wörter.

Wann geht es denn endlich los?
Jetzt ist also die Zeit gekommen, bei der man sein Profil erstellen darf. Einzutragen sind die typischen Dinge wie Name, Geburtsjahr und Land. Weiterhin kann man sich seinen Personal Coach heraussuchen. Ist das geschehen, geht es auf in die nächste Runde, die einen mächtig schwitzen lässt. Das Spiel listet nacheinander Wörter auf und fragt, ob man diese kennt: Ja oder Nein! Schon dort fällt auf, dass einige Wörter nicht im alltäglichen Sprachgebrauch auftreten. Die bisherigen Minispiele dienten dem Programm zur Bewertung des eigenen Ausdrucksvermögens.
Anfangs stehen euch im Hauptmenü neben zwei verschiedenen Minispielen auch Leistungskontrolle, Höchstleistungen oder gar Glossar zu Verfügung. Bei der Leistungskontrolle werden die gesamten Fortschritte angezeigt, so dass man sich bestens ein Bild über seine bisherigen Lernerfolge machen kann. Am interessantesten ist jedoch das Glossar, welches alle im Spiel befindlichen Wörter wie ein Wörterbuch auflistet und erklärt. Oder wusstet ihr, dass eine Yggdrasil eine Weltesche ist, also ein immergrüner Baum im Mittelpunkt der Welt, unter dessen Wurzeln die Welten der Menschen liegen? Durch das Wörterbuch bewegt man sich mit dem Neigen der Wiimote und schaltet so zwischen den verschiedenen Buchstaben hin und her. Oftmals erwischt man sich auch dabei, wenn man die Wii Konsole anschaltet, um nur ein Wort nachzuschlagen.
Das war es dann auch schon
Nach und nach spielt man weitere Spiele frei, wovon es insgesamt 6 Stück + Erholungsspiele gibt. Wünschenswert wäre jedoch gewesen, dass man einen größeren Umfang gehabt hätte. Mehr Minispiele hätten für mehr Abwechslung gesorgt. Ein besonderes Feature der Wii Version ist die Verbindung mit dem Nintendo DS. Spielt man die Einzelspielervariante von Fehlender Buchstabe, darf man die Buchstaben auf den Touchscreen schreiben, um so eine schnellere Zeit zu erziehlen. Die Möglichkeit gestaltet sich als hervorragend, doch bei dieser einen Variante bleibt es dann auch. Man hat das Gefühl, dass man einem unfertigen Spiel gegenüber sitzt. Die Präsentation wirkt zu steril und ohne jegliche Wärme, um die Spieler in ihre Obhut zu nehmen. Schade, dass die Entwickler nicht mehr herausgeholt haben, vor allem mit der Nintendo DS Kopplung.
(Fazit weiter unten)
Wir bedanken uns bei Ubisoft für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.
| Game Facts | |||
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Entwickler: Ubisoft |
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| Review | Mein Wortschatz Coach | |
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Steuerung Das Spiel erkennt die Handbewegungen nahezu perfekt, auch wenn man kryptische Zeichen auf den Bildschirm malt. |
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Grafik Zweckmäßige Grafik, die zu plastisch und steril wirkt, ohne jegliche Wärme. |
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Sound Die Musik ist Genré typisch fröhlich und macht einen angenehmen Eindruck. |
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Spielspaß Zu wenig Minispiele und Belohnungen, die die Langzeitmotivation auf Dauer trüben. |
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Sonstiges + Nintendo DS Konnektivität + Man lernt etwas - Keine Abwechslung |
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68% |
Fazit Mein Wortschatz Coach hat interessante Ansätze, in die die Entwickler mehr Arbeit hätten investieren sollen. Generell bleibt zu sagen, dass die Idee mit der Verbesserung des Ausdrucksvermögens sehr gut ist, doch die Umsetzung zieht einige Lücken mit sich. Es herrscht zu wenig Umfang, so dass ein Spielen und Üben auch auf Dauer begeistern würde. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Präsentation zu herzlos ist und die Lehrer zu wenig eigenen Charme besitzen. Das Spiel ist eher für die jüngeren Spieler interessant, die noch keinen allzu großen Wortschatz besitzen. Immerhin lernt man etwas dabei und das ist ja die Hauptsache. |
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