Ben 10: Protector of Earth Review / Test

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Wer von uns hat nicht einmal davon geträumt ein Superheld zu sein? Ein Held der fliegen, Feuer spucken oder sich sogar unsichtbar machen kann. Seit es Comics und Trickfilme gibt, ist die Faszination bei den Kids immer die Gleiche. Eine US-amerikanische Zeichentrickserie namens Ben 10, die bei uns inzwischen auf Kabel 1 ausgestrahlt wird, wurde von D3 Publisher nun als Videospiel umgesetzt. Sicherlich ist es bei Lizenz-Spielen immer so eine Sache, überzeugten sie bisher doch größtenteils nur durch ihre mittelmäßige Qualität. Warum Ben 10 jedoch anders ist und man nicht nur die tollste Grafik lieb haben kann, lest ihr in unserem Test.

Der 10-jährige Benjamin „Ben“ Tennyson ist auf den ersten Blick ein ganz normales Kind. Als er seine ben10charSommerferien bei seinem Großvater Maxwell „Max“ Tennyson und seiner Cousine Gwendolyn „Gwen“ Tennyson machte, stellte er sich darauf ein, dass diese ziemlich langweilig werden könnten. Doch wie der Zufall es so wollte, fand er gleich in der ersten Nacht nach einem Meteoriteneinschlag eine seltsame Armbanduhr. Diese Armbanduhr, welche Omnitrix genannt wird, besitzt die Fähigkeit, Ben in 10 verschiedene(im Spiel nur 5) Alienformen zu verwandeln. Eines Tages, wie hätte es auch anders sein können, bedroht eine finstere Macht die Erde und scheinbar kann sich Ben auch nicht mehr in all seine Gestalten verändern, da einige Teile des Omnitrix verloren gingen.

So kommt es, wie es kommen muss, und Ben macht sich mit seinem Großvater Max und seiner Cousine Gwen auf, um die Welt zu retten.

Und los gehts

Das Spielprinzip ist so simpel, dass es die meisten Spieler sicherlich schon wieder stören könnte. Ähnlich wie in einem Jump & Run, versucht sich das Spiel alles so einfach wie möglich zu halten. Doch lasst es uns trotzdem sagen: Endlich wieder ein Spiel, was man nicht durch Schüttelbewegungen oder Neigung spielen muss!!! Ben bewegt man mit Hilfe des Nunchuks und dem analogen Joystick in alle Richtungen, während man mit dem Z Knopf springt. Angriffe von Gegnern kann der Superheld mit C blocken. Für die Angriffe sind nur 3 Knöpfe von Nöten, wovon man auch nur zwei am meisten nutzt. Die herkömmlichen Moves startet man mit dem A-bzw. B-Knopf. Später kann man sich auch Combos freispielen und z.b. mit dem Steuerkreuz, wenn man es nach unten drückt, eine Spezialattacke ausführen.

Da sind wir auch schon beim nächsten Feature. Da die Superhelden ja untereinander komplett unterschiedlich sind, besitzt jeder von ihnen andere Kräfte. Für das Weiterkommen sind nämlich einige Rätsel eingebaut, die in ihrer Ausführung sehr simpel gestrickt sind. Diese passen allerdings zum Spiel wie die Faust aufs Auge. Kommt man an eine Stelle, wo etwa eine Tür ist, die nur auf ein Gegengewicht aufgeht, so muss sich Ben in die 4 Meter große Krake mit den 4 Armen verwandeln. Als Krake sucht man sich einen großen Stein aus und stiebt diesen auf die Stelle, die Gewichtssensitiv ist. Zwar zeugt das nicht gerade in Form eines komplizierten Rätsels, doch dadurch werden immerhin die einzelnen Fähigkeiten der Superhelden genutzt.

Wie schon angesprochen, kann sich Ben in 10 verschiedene Helden verwandeln und trägt normalerweise deshalb auch die Zusatzzahl 10. Doch anders in diesem Spiel, denn es gibt nur 5 Stück. Warum das so ist, kann niemand sagen.

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Die Levels sind in ihrer Aufmachung sehr unterschiedlich und bieten kaum Abwechslung. Der wahrscheinlich schönste Level spielt in San Francisco, bei dem sogar die berühmte Straße Lombard Street(in Russian Hill) durchführt, wo unser Held aber statt runter - hinauf muss. Im Grunde spielt sich alles immer gleich ab. Oftmals muss Ben über Schluchten springen und sich durch den Level kämpfen. An fast jeder Ecke gibt es zerstörbare Gegenstände, die meistens Items enthalten und das Omnitrix oder die Lebensenergie wieder auffüllen. Desweiteren sind zahlreiche Goodies versteckt, die Ben z.b. eine gewisse Zeit unverwundbar machen. Da die Level sehr linear aufgebaut sind, kann man sich nie verlaufen. Seltsam ist allerdings, dass ein blinkender Pfeil die Richtung anzeigt, als gäbe es tausend Möglichkeiten. Während man also durch die Level springt, tauchen an vorgescripteten Passagen Gegner auf. Ist ein neuer Gegnertyp dabei, erscheint zuvor eine Infoanzeige, die über den neuen Gegner Aufschluss gibt. Taktik oder Geschickligkeit ist nie nötig, da man immer nur im Haudraufstil voranschreitet.

Ähnlich geht man bei den Endgegnern heran. Diese besitzen meistens jedoch gewisse Verwundbarkeitsstellen. Hat man den Endgegner solange bearbeitet, bis ein Symbol mit dem A-Button erscheint, muss man den Superhelden schnellstmöglich wieder in Ben verwandeln und als Ben vor dem Symbol den A-Button drücken. Sofort läuft eine gescriptete Szene ab, wo man mit der Wiimote auf bestimmte Stellen zeigen muss, um sie zu synchronisieren. Somit liest Ben dem Obermotz die Leviten.

Die benötigte Zeit eines Levels beträgt im Durchschnitt etwa 15 Minuten.

Doch dabei ist das Spiel niemals unfair und gestaltet alles überschaubar. Sollte Ben einmal aus dem Level fliegen, weil man zu weit gesprungen ist, startet der Held wieder kurz vor dem kritischen Punkt. Das macht das Spiel nicht nur deutlich einfacher, sondern lässt so auch keinen Frust aufkommen.

Was in ähnlichen Spielen nicht selbstverständlich ist, ist ein Mehrspieler Modus. Ben 10 bietet jedoch einen Koop-Modus, der zwei Spieler zulässt. Dabei reicht es, wenn der zweite Spieler den A-Button drückt um direkt einzusteigen.

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Grafik

Die Einen lieben es und die Anderen können davon nicht genug bekommen. Ben 10 präsentiert sich im Cel Shading Look, der das Spiel wie einen Zeichentrick aussehen lässt. Durch die Optik gibt es natürlich keine grafischen Finessen, doch ist dies nicht weiter tragisch. Die Charaktere und die Levels sind den "Originalen" sehr gut nachempfunden und liefern recht ordentliche Animationen ab. Witzige Passagen(lassen sich nur in englischer Sprache nachvollziehen) und tolle Zwischensequenzen machen dem Comic-Look alle Ehre.

Sound

Die Musik und die Soundeffekte besitzen nicht nur einen futuristischen Flair, sondern lehnen an die trashigen B-Movies an. Wer es kennt und zu schätzen weiß, der wird es lieben, auch wenn es nicht ganz klar ist, was es in einer Zeichentrick-Umsetzung verloren hat. Die Charakterstimmen sind natürlich erste Sahne, wenn auch nur in Englisch und mit deutschen Untertiteln versehen.

(Fazit weiter unten)

Wir bedanken uns bei Koch Media für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.

Game Facts

Entwickler: D3 Publisher
USK: 12
Pegi: -
Multiplayer: 1-2 Spieler
Sprache: Englisch / deutsche Untertitel
Preis: EUR 39,99 / CHF 63.-
Website: www.d3publisher.us

Review Ben 10: Protector of Earth  
 
Beschreibung
Steuerung
Unkompliziert, aber ohne Abwechslung beginnt man das pausenlose Knöpfedrücken. Wenn man möchte, kann man sogar aus 3 verschiedenen Einstellungen wählen.
Grafik
Der Cel Shading Look lässt den Spieler in eine bunte Comicwelt abtauchen. Besonders aber die kurzen Zwischensequenzen sind gut gemacht.
Sound
Die Musik ist Trash pur und versprüht einen frischen Wind. Wie es bei einer Zeichentrickserie üblich ist, regiert hier eine fiktive und wirre Musik.
Spielspaß
Nach jedem beendeten Level erwischt man sich dabei sagend: "Ok, noch ein Level, dann ist aber wirklich Schluss".
Sonstiges
+ Koop-Modus
- Keine Abwechslung
- sehr lineare Level
- nur 5 statt 10 Superhelden
- Umsetzung einer Zeichentrickserie nicht Jedermanns Fall

72%

Fazit
Doch, man muss schon sagen, dass Ben 10: Protector of Earth einen gewissen Charme und Reiz besitzt. D3 Publisher wollte kein ernstes oder realistisches Spiel entwickeln. Vielmehr sollte es eine Zeichentrickserie zum Spielen werden und dabei ist der beliebte Held Ben zum Einsatz gekommen. Ob nun Detailarmut, unrealistische Grafik und Cel Shading Look: Bei Ben 10 ist es egal. Man schaut sich eine Zeichentrickserie auch nicht an, weil sie mit echten Serien, etwa das A-Team, konkurrieren kann. Leider besitzt das Spiel nicht sehr viel Spieltiefe und Abwechslung, was man mit den nicht vorhandenen 5 weiteren Helden evtl. hätte schaffen können. Nicht nur für Fans der Serie, sondern auch für generell alle jung gebliebenen Zeichentrickserien-Liebhaber ist Ben 10 ein Muss in der eigenen Wii-Sammlung. Grafikverwöhnte und anspruchsvolle Spieler werden hingegen keinen Spaß finden.

Trailer

 

 

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