Dragon Blade: Wrath of Fire Review / Test

3. Februar, 2008 von Sebastian

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Es gibt keine Kreatur, die die Phantasie der Menschen in solchem Maße anregt wie der Drachen. Es ist dabei egal, ob sie als Diener des Bösen oder Wächter des Guten dargestellt werden. Der Gedanke an geflügelte, feuerspuckende Schlangenechsen beschäftigt den Menschen schon Jahrtausende. Viele Helden in Mythen oder Sagen haben gegen sie gekämpft und Filme wie Eragon oder Dragonheart bringen sie den Menschen näher. Auch Spiele sind davon betroffen und so erscheint mit Dragon Blade: Wrath of Fire das erste seiner Art für Nintendos Wii. Ursprünglich war Dragon Blade für den Herbst letzten Jahres vorgesehen. Nach einigen Verschiebungen erschien es dann letztendlich doch Ende Januar. Das Spiel versetzt den Spieler in eine Fantasy-Welt, wo Gut auf Böse aufeinander treffen. Wie es in unserem Test abschneidet, erfahrt ihr folgend.

Story

s32876 wii 1Die Hintergrundgeschichte wurde von dem bekannten Bestseller-Autor Richard A. Knaar geschrieben, der unter anderem für die Bücher von Diablo und Warcraft verantwortlich ist. Was einem gleich zu Beginn auffällt: Die Sprachausgabe ist Englisch und mit deutschen Untertiteln unterlegt. Als der Drache Valthorian gegen die Regeln seiner Artgenossen verstieß, um den Menschen zu helfen, taten sich habgierige Menschen-Könige auf. Diese nutzten die Macht aus und vereinten sich mit anderen Drachen gegen Valthorian um ihn vom Thron zu stoßen. Dabei wurde sein Geist durch den bösen Drachen Vormanax in ein Schwert gebannt und in 6 Teile zerbrochen. Ein herzensguter Menschen-König konnte das Schwert(Drachenschwert) an sich nehmen und in seinem Dorf Gamardorf verstecken.

Nun kommt DAL ins Spiel, der Nachkomme des gutmütigen Königs. Als böse Monster das Dorf angriffen und in Flammen steckten, stellte sich DAL auf eine Steintafel, die ihn zu einer Höhle teleportierte. Dort angekommen, zog er das Drachenschwert, in dem Valthorians Geist haust, aus einem Stein und kam damit wieder zurück zum Dorf. Valthorian kann durch das Schwert mit DAL reden und ihm Hilfestellungen geben. Hat man das Tutorial geschafft, kämpft man sich durch Gamardorf, bis man auf seine Liebste Seri trifft, die leblos am Boden liegt. Nach Rache strebend, vernichtet man noch einen Drachenfürsten mit ein paar Schlägen und beginnt das Abenteuer.

Das Tutorial und die Steuerung

dragonblade3Der Spielanfang beginnt mit einem Tutorial, wo man sich mit der Steuerung vertraut machen kann. Mit der Wiimote wird das Schwert nach oben, unten, links oder rechts geschwungen bzw. nach vorne gestoßen. Hat man 3 mal hintereinander zum Schlag ausgeholt, so gilt dies als Combo und man kann einen mächtigen Schlag ausüben. Der A-Button ist für die Abwehr zuständig. Drückt man Selbigen während ein Gegner einen zeitgleichen Angriff auf DAL startet, so erleitet man keinen Schaden. Trifft man den Gegner aber während seiner Attacke, so fügt man ihm mehr Schaden zu. In der Abwehrposition kann man mit dem Control Stick eine Rollbewegung machen um Angriffen auszuweichen. Drückt man den Z-Button, so springt der Charakter und mit C justiert man die Kamera in die Blickrichtung, während man mit B einen Gegner anvisieren kann.

Als besonders wichtig erweisen sich die roten und blauen Monumente. Genauso wie bei besiegten Gegnern, erhält man dadurch rote und blaue Drachenschuppen. Die Blauen versorgen DALs Energieanzeige und die Roten die Feuerkraftanzeige, welche für die unterschiedlichen Fähigkeiten von Nöten ist. Auch Rüstungsscherbenkisten im Drachendesign findet man in der hiesigen Landschaft. Die darin befindlichen Rüstungsscherben sollen zwar die Abwehr verstärken und die Rüstung mächtiger machen: Im Spielverlauf merkt man davon jedoch wenig.

Die Quelle der Macht

screenshot 113Bereits im zweiten Level trifft man auf den ersten König, der einen Teil des Drachenschwertes besitzt. Der König besitzt außerdem einen Elementarkern, den man mit Hilfe des Schwertes zerstören muss. Elementarkerne sind die Quelle der Macht und mit dem menschlichen Herzen vergleichbar. Nennt ein Mensch einen solchen Kern sein Eigen, so erlangt er unvorstellbare Kräfte und ändert seine Gestalt zu einer Art Monster. Drachen hingegen werden davon am Leben erhalten und sind schwieriger zu bezwingen.
Nachdem der erste König das Zeitliche gesegnet hat, erhält man die erste Fähigkeit Drachenarm . Mit dieser beschwört man eine große Feuerklaue, um nicht nur Gegnerhorden zu erledigen, sondern auch mit dunkler Magie versiegelte Schalter, Türen oder Brücken zu öffnen. Letzteres gestaltet sich allerdings weitesgehenst unspektakulär. Im weiteren Spielverlauf erlangt man auch weitere dieser Drachengestalten bzw. Fähigkeiten, etwa die Kopfgestalt, wo man Feuerbälle spucken kann.

dragonblade4Die Gegner besitzen nicht viel künstliche Intelligenz, was sich nicht nur in der Kampfhaltung bemerkbar macht, sondern auch von deren Handeln wenn man gesehen wird. So kommt es oft vor, dass die Gegner zwar weiter entfernt auftauchen und in die Richtung von DAL schauen, sie sich aber nicht die Mühe machen ihn auch anzugreifen. Sie kommen nur angerannt wenn man sich ihnen nähert. Dabei fällt auch auf, dass das Spiel kontinuierlich mit Gegnern um sich wirft und die vielen Gegnerhorden keine Abwechslung aufkommen lassen. Zwar darf man hin und wieder Schalter betätigen, dennoch liegt hier das Hauptaugenmerk auf zahlreiche Bösewichte. Schade ist auch der sehr lineare Spielablauf. Zwar ist es kein großes Manko, wenn sich ein Spiel an einen bestimmten roten Faden hält, das Leveldesign und die wenigen Objekte aber trüben dadurch den Spielfluss.

Wer schön sein will muss leiden

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Die vorgerenderten Zwischensequenzen sind das Einzigste, was die Grafik an Genuss zu bieten hat. Dragon Blade wirkt grafisch so, als sei es für den GameCube entwickelt worden, wobei selbst dort einiges mehr machbar gewesen wäre. Die teils starke Detailarmut lässt die Umgebung und die Charaktere unglaubwürdig wirken, was sich letztendlich bis hin zu den kargen Texturen zieht. Steine, Sand oder gar das Wasser sehen verwaschen aus und sind selbst für Wii-Verhältnisse unsschön anzusehen. Auch die Animationen könnten runder ablaufen: DAL und die Gegner bewegen sich mehr ruckartig und zu künstlich.
Auch wenn das Spiel für den 480p-Modus optimiert wurde, so leidet die Optik sehr an den oben genannten Kritikpunkten.

Da gibts was auf die Ohren

Zwar ist die Grafik nicht sonderlich gelungen, so verwandelt hingegen die Musik in zunehmender Poesie das Sinnesorgan. Schon zu Beginn im Intro zeigt der ausdrucksstarke Sound seine Stärken. Durchweg orchestrale Klänge lassen Dragon Blade wie ein episches Meisterwerk wirken, und das ohne Pause.
Was hingegen besonders vermisst wird, ist die Sprachausgabe. Zwar hört man zu Beginn kurz Valthorian in englischer Sprache, so war dieses aber auch schon das Highlight jener. Eine komplette Vertonung wäre wünschenswert gewesen, da Dragon Blade insgesamt nicht viel Text bietet.

Wir bedanken uns bei Koch Media für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.

Game Facts

Entwickler: D3 Publisher
USK:
12+
Pegi: 12+
Multiplayer: -
Sprache: Deutsch
Preis: EUR 44,99 / CHF 80.-
Website: d3p.co.uk

Review Dragon Blade: Wrath of Fire  
Bewertung
Beschreibung
Steuerung
Die Steuerung funktioniert ohne Murren und geht sofort in Fleisch und Blut über.
Grafik
Grafisch leider kein Überflieger, was die Atmosphäre ein wenig trübt.
Sound
Knallige Orchester-Musik lässt den Spieler in die Fantasy-Welt abtauchen.
Spielspaß
Die gut erzählte Story ist für ein Action-Adventure geradezu gemacht.
Sonstiges
-wenig Abwechslung
-linearer Spielablauf
-Ki der Gegner ist kritisch
-Leveldesign teils lieblos
69%
Fazit
Im Grunde ist Dragon Blade ein klassisches Action-Adventure im Hau-drauf-Stil. Was etwas arg aufstößt, sind die vielen Gegnerhorden und die wenige Abwechslung, die sich daraus ergibt. Nicht gerade selten erscheinen die Monster aus dem Nichts und wollen DAL an den Kragen. Dazu kommt der sehr lineare Spielablauf, welcher das Spielgeschehen zwar nicht vollends trübt, aber ausbaufähig ist. So hätte man das z.b. mit versteckten Türen oder größeren(begehbaren!) Arealen lösen können. Selbst die Grafik ist für Wii-Verhältnisse nicht mehr zeitgemäß und kann nur bei Endgegnern eine gute Stimmung auf dem Bildschirm zaubern. Die epische Musikuntermalung hingegen ist neben der Story und der Steuerung sehr gelungen.
Wer auf Action-Adventures steht und sich nicht nur von tollen Rendergrafiken beeindrucken lässt, sollte aufjedenfall einen Blick riskieren. Trotz der zahlreichen Kritikpunkte haben sich die Entwickler bei vielen Dingen große Mühe gegeben, wo sich Alteingessene eine Scheibe davon abschneiden können.

Trailer

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