Pangya! Golf with Style Review / Test
23. Juni, 2007 von Simon
Leider gab es gleich mehrere Gründe, bei der Ankündigung von Pangya! Golf with Style nicht zu jubeln. Erstens gibt es auf dem Wii bereits Golfspiele, zweitens ist die Umsetzung extrem asiatisch ausgefallen und drittens handelt es sich erst noch um das Remake eines Freeware (!) PC Games. Tapfer wie wir sind, haben wir uns Pangya! Golf with Style trotzdem näher angeschaut und berichten euch hier mit letzter Müh und Not, was aus dem Golfabenteuer geworden ist.
Alle oben genannten Gründe schränken natürlich die Zielgruppe stark ein: Man muss Golf mögen (und Golf ist ja nicht unbedingt gerade so populär wie Fussball oder Rennsport), eine Vorliebe für Manga-Mädels haben und gleichzeitig noch den Verdacht loswerden, ein Vollpreisspiel gekauft zu haben, dass es auf dem PC gratis gibt. Nun denn - ab aufs grün.
Warum überhaupt Golf?
Die Antwort ist so logisch wie einfach: Weil der Wii dazu einfach die passende Steuerung bietet. Bereits Wii Sports hat gezeigt, wie simpel und trotzdem faszinierend man diese
Sportart auf Nintendos Vorzeigekonsole umsetzen kann. Bei Pangya! Golf with Style darf der User deshalb wieder Blumenvasen und Vorhänge unsicher machen, weil dank der Wiimote wieder echt viel Action im Wohnzimmer aufkommt. Schlagen kann man auf folgende Arten: Erstens durch das aus den meisten Golfspielen bekannte Klicksystem (Schlagkraft festlegen, Richtung festlegen, auslösen). Langweilig und uninteressant. Zweitens durch das Nachahmen des echten Schlages, was nicht nur besser funktioniert, sondern logischerweise auch mehr Spass macht. Zuerst holt ihr mit der Wiimote aus, während gleichzeitig die ungefähr zu erwartende Flugdistanz angezeigt wird. Danach kann man diese per Knopfdruck festhalten und voll durchziehen. Wer ängstlich einen zu kurzen oder zu langsamen Bogen macht, wird aber durch Distanzabzug bestraft. Tönt gut, funktioniert einigermassen.
Das nennt ihr eine KI
Wie bei Wii Spielen mittlerweile üblich, kann man gegen bis zu drei Mitspieler antreten. Das
Spielerlebnis ändert sich dadurch jedoch nicht gross, weshalb wir hier ein paar Pünktchen sprechen und dann weiterziehen. Meistens spielt man also gegen den Computer, dessen KI einen manchmal zum Erstaunen bringt. Die Duelle sind völlig unberechenbar: Mal scheint die gegnerische Animé-Figur Tiger Woods mässig jeden Ball einzulochen, manchmal schlagen sie Bälle, die sogar Opa Simpson noch problemlos ins Loch bekommen hätte, weit ins Aus. Absolut sträflich ist zudem, dass man dem KI Freund auch immer noch beim Schlag zusehen muss. Irgendwie geht da jede Stimmung verloren, auch wenn das eigentliche Schlagen durchaus Spass macht. Schade übrigens auch, dass im Bereich der Modi geschlampt wurde: Klassische Turniere gibt es nämlich keine. Auch die Anzahl Charaktere, Plätze und Kurse ist arg begrenzt, was besonders aufgrund des eingebauten Shops schade ist. Hier darf man zwar seine Figur mit neuen Kleidern und Accessoires eindecken, bei nur acht Alter Egos finden aber selbst Manga-Freunde keine Freude daran.
Verwirrte Kopfbewegungen: Wo ist die Kamera?
Was bisher als durchschnittliches Game hätte durchgehen können, wird leider im technischen
Bereich vollends zunichte gemacht. Die Ballphysik ist öfters einfach abstrus. Zwar ist Pangya! Golf with Style natürlich ein Arcade-Golfer, der keinen Anspruch auf hochstehende Physik legt. Trotzdem sollte man ungefähr vorhersehen können, wo der Ball landet. Besonders schwierig ist dies bei kurzen Distanzen, da einen hier sogar noch die Kamera in den Weg kommt. Das kostet nicht nur Nerven, sondern ist schlichtweg eine Enttäuschung.
Freeware ahoi
Während die Entwickler von Tecmo im Bereich Steuerung und Gameplay sicher noch viel
bearbeitet haben, hat sich die Grafik offenbar seit dem Freeware Game kaum verändert. Einen grossen Pluspunkt darf man zwar für die coolen Levels aussprechen, die dem Fantasy-Ambiente Aufschub geben und witzig aussehen. Da die Texturen und Grafikqualität im Allgemeinen jedoch eher misslungen ist, nützt das herzlich wenig. Vermutlich stören sich Kinder zwar nicht daran, trotzdem macht gerade die Technik den Eindruck, als würde man hier einfach mit einer Freeware Umsetzung noch ein bisschen Abzocken. Es geht ja um die Steuerung, nicht wahr?
Fazit
Zugegeben: Ich bin kein Golffan. Und auch kein Manga Fan. Und skeptisch war ich schon vor dem Öffnen der Verpackung. Trotzdem ist es auch objektiv gesehen echt schwierig, dem Titel Spielspass abzugewinnen. Keine Frage, die Steuerung ist einigermassen gelungen und die Idee, mit witzigen Manga Charakteren auf schrägen und überzeichneten Golfplätzen Bälle zu dreschen, wäre auch gar nicht mal so übel. Aber die gesamte Umsetzung schreit einfach nach Hilfe, und zwar in fast allen Bereichen. Am Schlimmsten fand ich den mieserablen Singe Player Modus. Die langweiligen Duelle geben einen den Rest - hier hätte Tecmo mit sehr wenig Aufwand spannendere Turniere einbauen können. Es sollte wohl nicht sein. Greift lieber zu Wii Sports: Wird auch von Nintendo publiziert und liefert gleich noch ein paar andere Sportarten mit.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |

USK: ohne Altersbeschränkung
PEGI: 3+
Multiplayer: 4 Spieler
Sprache: Anleitung D, Spiel D,F,I,E
Preis: CHF 79.-
Off.Website: www.nintendo-europe.com











23. Juni, 2007 um 3:31 pm
Das Spiel sieht schon relativ stylisch aus, aber 54%? Wow, nicht gerade ein Spiel, was man haben muss.
Gut geschrieben Simon.
13. Mai, 2008 um 7:40 pm
ich weiß nicht was ihr habt???pangya hab ich geholt wegen der steuerung und die is klasse wenn man es kann natürlich!!!wozu der onlinemodus bitte???den brauch ich net hab xboxlife!und was heißt hier 54%spielbewertung???sieh mal bei computerspiele rein!es hat ne gute 2 bekomm und die bewerten meinesachtens am besten!!!
14. Mai, 2008 um 11:58 am
Games sind auch Geschmackssache. Ich fand das Spiel müllig, deshalb wurde es auch so bewertet. Aber wir schauen ganz sicher nicht, was andere Magazine machen und korrigieren dann die Bewertung.
14. Mai, 2008 um 12:46 pm
Was spielst du auch solche Sachen immer auf japanisch?
14. Mai, 2008 um 4:33 pm
Weil ich japanisch kann?